Burg in FellenDie Geschichte des Ortes Fellen, der ruhig und von Wäldern umgeben im nördlichen Spessart liegt, reicht bis in das Mittelalter zurück. Fellen gehörte bis ins 16. Jahrhundert der Grafschaft Rieneck an, fiel nach deren Aussterben an das Mainzer Erzstift. Diese verkauften Fellen 1673 an die Prager Grafen von Nostitz, welche sich von da an Nostitz-Rieneck nennen durften.
Burg: Die sogenannte „Burg“ gehört zu den ältesten Gebäuden Fellens, ist eigentlich ein ehemaliges Hofhaus und befand sich im Besitz der Rienecker Grafen. Der mehrgeschossige Fachwerkbau mit steinernem Untergeschoss wurde 1621 erbaut. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erwarb die Gemeinde den Hof, welcher im Laufe der kommenden Jahre als Armenhaus vermietet wurde. Nachdem es in den 1960er-Jahren knapp dem Abriss entgangen war, nutzt heute der örtliche Faschingsverein das denkmalgeschützte Gebäude.
Wallfahrtskirche: Die Wallfahrtskirche Mariä Geburt, deren Erbauung in das Jahr 1777 datiert wird, befindet sich im Ortsteil Rengersbrunn. Noch heute ist sie bei Pilgern als Wallfahrtsort sehr beliebt, was nicht zuletzt auf die damalige Herrschaftsübernahme durch das Erzstift Mainz zurückzuführen ist. Die Außenfassade ist schlicht gehalten, es befindet sich ein Marienbrunnen vor dem Hauptportal und der Innenraum wurde 2004 und 2005 umfassend saniert.

 

Anfahrtsskizze zu Burg und Kirche

Kontaktdaten:

Gemeinde Fellen
Hauptstraße 24
Telefon: 09356 / 99100
E-Mail: info@vgem-burgsin.de

Pfarramt Fellen
Kirchweg 7
Telefon: 09356 / 2324
E-Mail: pfarrei.fellen@bistum-wuerzburg.de

Angebote & Öffnungszeiten:

Die Burg kann nur von außen besichtigt werden. Die Wallfahrtskirche ist ein Teil des „Fränkischen Marienwegs“; regelmäßige Gottesdienste; Sprechkasten mit einer Führung innerhalb der Kirche

Wegbeschreibung:

Burg:
WGS 84: 50.151850, 9.590372
Rieneckertal2, 97778 Fellen

Wallfahrtskirche Mariä Geburt:
WGS 84: 50.117985, 9.548230
Barbarossastraße 9, 97778 Fellen