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Wasserburg Burgsinn – Info

Die „Alte Burg“, mitten in Burgsinn gelegen, ist eine typische Wasserburg. Ein heute noch mit Wasser gefüllter Burggraben wie hier ist jedoch selten!

Die Gesamtanlage hat einen trapezförmigen Grundriss mit Türmen an den Eckpunkten.  Über eine Brücke an der Westseite gelangt man ins Innere. Überragt wird die Burg von dem 22 Meter hohen, aus massiven Buckelquadern gemauerten Bergfried. Sein quadratischer Grundriss hat eine Seitenlänge von 8,5 m. Mit diesem gewaltigen Turm prägt die Wasserburg noch heute das Ortsbild.

Das übrige Mauerwerk wurde aus Bruchsteinen errichtet, vielfach ergänzt und erneuert. Die vom ersten Geschoss an aufgesetzte Wand des nördlichen Wohnbaues besteht aus Fachwerk. Auf dem quadratischen Nordostturm wurde ebenfalls ein kleiner Fachwerkbau errichtet.

Zu den ersten Lehnsnehmern gehörten 1317 die Rienecker Grafen. Einige Jahre später verlieh der Bischof von Würzburg die Burg mit allen Besitzungen an Dietz von Thüngen. Der erhaltene Bestand beruht im Wesentlichen auf Baumaßnahmen durch diesen von 1339 bis 1342. Die Burg ist immer noch in Besitz der Familie von Thüngen, wird heute aber nicht mehr als Wohnsitz genutzt.

Kontaktdaten:
Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn
Burgweg 1, 97775 Burgsinn
Telefon: 09356 99100
E-Mail: info@vgem-burgsinn.de
Web: www.sinngrundallianz.de

Angebote & Öffnungszeiten:

Da sich die Burg in Privatbesitz befindet, ist sie leider nur von außen zu besichtigen. Sie liegt inmitten eines frei zugänglichen Parks.

Sie ist Teil eines für 2021 geplanten, beschilderten Ortsrundwegs, der auch zum „Fronhofer Schlösschen”, dem 1607 erbauten Witwensitz von Philippina Agatha von Thüngen, führen wird.

 

Wegbeschreibung:

WGS 84: 50.148234, 9.651886

Burgweg 11, 97775 Burgsinn

Wasserburg Burgsinn – Geschichte & Archäologie

Eine kurze Geschichte von Dorf und Burg „Sinna“

Burgsinn darf sicher als ein zentraler Ort im Sinngrund gelten. Die älteste bekannte Überlieferung des Ortsnamens ist die Bezeichnung „Sinna“, die vermutlich auf eine fränkische Ortsgründung hindeutet. Ein weiterer Hinweis auf die Besiedlung des Sinngrunds liefert eine Urkunde des Klosters Fulda aus dem Jahr 812. Hier wird eine Schenkung von Grundbeseitz bei Schaippach an das
Kloster festgehalten und in diesem Zug die Bezeichung „Sinnagau“ verwendet.

Es ist unklar, wie alt die Burg tatsächlich ist. Angebliche Erwähnungen aus dem 11. Jahrhundert können nicht eindeutig dem Ort und der Burg Burgsinn zugeordnet werden. Erst im Jahre 1303 ist erstmals von der Burg in Burgsinn die Rede, die sich im Besitz der Bischöfe von Würzburg befand und bald darauf als Lehen an die heute noch existierenden Freiherrn von Thüngen geriet. 1303 werden Gozo, Aplo und Hermannus de Sinna genannt, die in der Burg ihren Wohnsitz hatten. Die Hälfte der Burg mit den dazugehörigen Besitzungen hatten 1317 die Rienecker Grafen zu Lehen. Ein ab dem Jahre 1339 von Dietz von Thüngen ausgeführter Umbau erschuf den Kern des heutigen Baubestandes. Die Gebäude der ehemaligen Vorburg
sind heute nicht mehr vorhanden, sie lagen außerhalb des Wassergrabens.

Im Jahr 1337 verpfändete der Bischof von Würzburg alle Nutzungen und Gilten an Dietz von Tungden und verlieh ihm ein Jahr später die Feste Burgsinn nebst Zugehörungen als Burglehen. Er soll die heute noch stehende Burg im wesentlichen von 1339 bis 1342 erbaut haben. 1405 kaufte dessen Sohn Wilhelm von Thüngen den Besitz. Balthasar und Sigmund von Thüngen trugen das freieigene Schloß Burgsinn Brandenburg als Lehen auf und befindet sich seitdem im Besitz der Andreasischen Linie des Thüngenschen Geschlechtes. Die heutigen Eigentümer von Thüngen haben ihren Wohnsitz in Frankreich, so dass die Burg nicht mehr bewohnt ist.

Burg Alzenau – Medien

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Schulprojekt: Die eigene Burg Alzenau aus Holz

In unmittelbarer Nähe zur Burg liegt die Hahnenkamm-Schule zur Lernförderung. Dort finden regelmäßig Kurse statt, in welchen die Schüler*innen unter der Anleitung eines Zimmerermeisters Objekte aus Holz selbst anfertigen. So entstanden zum Beispiel in den letzten Jahren tolle selbstgemachte Weihnachtsdekorationen. Durch eine identitätsstiftende Aktion möchten wir hier exemplarisch die Kinder und Jugendlichen insbesondere für die „eigene Burganlage vor der Haustür“ und somit für die Regionalgeschichte sensibilisieren. Unter dem Motto „Wir bauen uns unsere eigene Burg“ soll im Rahmen eines solchen Holzwerkkurses die Schulgruppe die Burg Alzenau unter Anleitung nachbauen. Teil unseres LandKULTUR-Konzeptes ist es, neben einer beispielhaften Umsetzung eines solchen Projektes, auch die Visualisierung eines vereinfachten Bauplans einer Burg, der sich insbesondere zum eigenständigen Werken gut eignen soll.

Auf Grund der Corona-Pandemie findet die Umsetzung dieses Schulprojektes voraussichtlich während des Schuljahres 2020/2021 statt.

Das Faltblatt als Download
(PDF – 3MB)

Die Gesamtbroschüre als Download
(PDF – 15MB)

Die Infotafel als Download
(PDF – 1MB)