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Schloss Oberaulenbach

Das ehemalige Wasserschloss Oberaulenbach befindet sich seit 1693 im Besitz der Freiherren von Mairhofen – bis heute. Georg Philipp Kottwitz von Aulenbach verkaufte es damals an den kurmainzischen Oberamtmann August Maximilian Freiherr von Mairhofen. Im Jahre 1912 stellte man bei Bauuntersuchungen im Zuge von Renovierungen fest, dass der Kern der kleinen Anlage bereits aus dem 15. Jahrhundert stammen könnte.

Kontaktdaten:

Angebote & Öffnungszeiten:
Führungen:

Da sich das Schloss in Privatbesitz befindet, kann es leider nicht besichtigt werden. Bitte respektieren Sie die Privatsphäre und nutzen Sie nur die Wege um das Anwesen herum.

 

Wegbeschreibung:

von Norden (A3):
Ausfahrt 63 (Weibersbrunn) über Mespelbrunn, Heimbuchenthal und Hobbach
Ausfahrt 64 (Rohrbrunn) über Dammbach und Hobbach

von Westen (Obernburg/B469):
über Elsenfeld und Rück

von Süden (Miltenberg):
über Großheubach, Röllbach und Mönchberg

von Osten (Wertheim):
über Kreuzwertheim, Faulbach, Breitenbrunn, Altenbuch und Wildensee

Parkmöglichkeiten:
Bitte nutzen Sie einen Holzlagerplatz als Parkplatz und gönnen Sie sich den idyllischen Fußweg im Aulenbachgrund bis zum Schloss. Die Zufahrtsstraße ist nur für forst- und landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben!

ÖPNV:
– von Obernburg-Elsenfeld (Bahnhof) VAB Linie 64 Richtung “Neuhammer”, Haltestelle “Sommerau – Abzw. Unteraulenbach”
– von Miltenberg (Bahnhof) VAB Linie 83 Richtung “Wertheim Bahnhof”, Haltestelle “Eschau Wildenseer Str.”
– von Stadtprozelten (Bahnhof) / Wertheim (Bahnhof) VAB Linie 83 Richtung “Miltenberg Bahnhof”, Haltestelle “Eschau Wildenseer Str.”

Fahrpläne für die Buslinien erhalten Sie bei der Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain (VAB)

Gastronomie:

In unmittelbarer Nähe zum Wasserschloss Oberaulenbach gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Eine Zusammenstellung der Gaststätten in der Umgebung finden Sie auf der Website des Marktes Eschau.

Rotwildgatter:

Empfehlenswert ist ein Besuch der beiden Wildgatter. Auf befestigten Wegen können Sie um die Wildgatter herum laufen und das Rotwild sowie Damwild beobachten. Das Naturerlebnis ist besonders beeindruckend, wenn Sie Zeit und Ruhe mitbringen! Nördlich des Wasserschlosses befindet sich am Wildgatter eine Aussichtsplattform und in der Nähe die Informationstafel der Burglandschaft.

Schloss Oberaulenbach – Geschichte & Architektur

Schloss Oberaulenbach in der bayerischen Uraufnahme (1. H. 19. Jhd.) - Quelle: Bayerische Vermessungsverwaltung1693 verkaufte Georg Philipp Kottwitz von Aulenbach das Schloss an den kurmainzischen Oberamtmann August Maximilian Freiherr von Mairhofen, in deren Familienbesitz sich das Schloss noch heute befindet. Im Jahre 1912 stellte man bei Bauuntersuchungen im Zuge von Renovierungen fest, dass der Mittelbau der kleinen Anlage bereits aus dem 15. Jahrhundert stammen könnte. Dann wäre der Erbauer nach Forschungen des Kreisheimatpflegers und Historikers Wolfgang Hartmann der fränkische Adlige Leonard Kottwitz, von dem es heißt, dass er ein Hofgrundstück im Aulenbachtal 1474 erkauft und erbaut habe.

Der Gesamtkomplex der Bauten lässt sich in zwei Teile trennen. An den älteren Wohnbau in der Südwestecke, der von einem Wassergraben umgeben ist, schließen sich gegen Osten die neueren Ökonomiebauten, Forsthaus und Verwalterhaus an, die einen unregelmäßig viereckigen, gegen Westen offenen Innenhof umschließen. Die Nebengebäude sind zum Teil neuzeitlich umgebaut. Am zweigeschossigen, schmucklosen Verwalterhaus befinden sich Wappen der Mairhofen mit Inschrift von 1715.

Das Wohnhaus an der Südseite wird von einem Graben eingeschlossen, über den eine gemauerte Brücke führt. An dieser ist die Jahrzahl 1788 zu lesen. Gegen Norden ist ein schmaler Zwinger vorgelegt. Die niedrige Zwingermauer hat Schießscharten und Mauerschlitze. Das Wohnhaus hat einen unregelmäßigen Grundriss.

An einem, wie sich aus der baugeschichtlichen Analyse ergibt, älteren Längsbau schließen sich an der östlichen und westlichen Schmalseite zwei kleine Querflügel an. Einem schmalen Flügel in der Mitte der südlichen Längsseite entspricht an der Nordseite ein polygonaler Treppenturm. Der Bau ist dreigeschossig.

Das Obergeschoss des Hauptbaues besteht aus Fachwerk mit gewellten Giebeln. Die später angebauten Flügel sind aus Bruchsteinmauerwerk gefertigt, mit verzahnten Eckquadern. Die Fenster haben an den Flügeln gekehlte Steingewände, im Mittelbau jedoch Holzrahmen. An den Flügeln nach der Innenseite liegen rundbogig geschlossene Eingänge. Das Gewände ist profiliert, im Scheitel ist die Jahreszahl 1579 zu lesen. Der Treppenturm zeigt im Obergeschoss Fachwerk und besitzt ein Kuppeldach.

Im Untergeschoss befindet sich ein Eingang mit geradem Sturz und profiliertem Gewände. Im Sturz ist das Wappen der Mairhofen mit der Jahrzahl 1693 eingelassen. Dieses wurde offenbar später eingesetzt, da die Spuren eines älteren Wappens der Kottwitz noch erkennbar sind. Im Fachwerk des Obergeschosses befindet sich das geschnitzte Wappen der Kottwitz mit der Jahrzahl 1594. Der Mittelbau stammt aus früherer, spätgotischer Zeit. Der Wohnbau bestand ursprünglich nur aus einem ungegliederten, dreigeschossigen Haus, das nach den stilistischen Anhaltspunkten in die spätgotische Zeit gehört und 1579 durch die Flügelanbauten erweitert wurde. Die Seitenflügel, der Kapellenanbau und der Treppenturm wurden 1579 bzw. 1589 im Renaissancestil angebaut.

Die einfachen Wirtschaftsgebäude, ein Forsthaus und ein Verwalterhaus wurden 1755 neu errichtet. Sie bilden ein Viereck um einen Innenhof. In allen Geschossen ist eine Mitteldiele, die vom Treppenturm aus zugänglich ist. Im zweiten Geschoss befindet sich die Hauskapelle in Südrichtung.

Quelle: Wikipedia

Burg Alzenau – Medien

Impressionen Herbst 2014:
 
 
 
 
 

Weitere eindrucksvolle Bilder des Schlosses Oberaulenbach finden Sie unter
https://spessart1.de/ (Fotos: Ulrich Prantl).

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Um den Panoramarundgang in einem Vollbild-Fenster zu öffnen, klicken Sie auf diesen Link.

Schulprojekt: Die eigene Burg Alzenau aus Holz

In unmittelbarer Nähe zur Burg liegt die Hahnenkamm-Schule zur Lernförderung. Dort finden regelmäßig Kurse statt, in welchen die Schüler*innen unter der Anleitung eines Zimmerermeisters Objekte aus Holz selbst anfertigen. So entstanden zum Beispiel in den letzten Jahren tolle selbstgemachte Weihnachtsdekorationen. Durch eine identitätsstiftende Aktion möchten wir hier exemplarisch die Kinder und Jugendlichen insbesondere für die „eigene Burganlage vor der Haustür“ und somit für die Regionalgeschichte sensibilisieren. Unter dem Motto „Wir bauen uns unsere eigene Burg“ soll im Rahmen eines solchen Holzwerkkurses die Schulgruppe die Burg Alzenau unter Anleitung nachbauen. Teil unseres LandKULTUR-Konzeptes ist es, neben einer beispielhaften Umsetzung eines solchen Projektes, auch die Visualisierung eines vereinfachten Bauplans einer Burg, der sich insbesondere zum eigenständigen Werken gut eignen soll.

Auf Grund der Corona-Pandemie findet die Umsetzung dieses Schulprojektes voraussichtlich während des Schuljahres 2020/2021 statt.

Das Faltblatt als Download
(PDF – 3MB)

Die Gesamtbroschüre als Download
(PDF – 15MB)

Die Infotafel als Download
(PDF – 1MB)