Stadtbefestigung Wörth – Info

Zwischen der Mainlände, früher Zentrum des Wörther Schiffbaus, und der »Feuchten Mauer«, dem Standort eines römischen Erdkastells am Rand der Odenwaldhöhe, liegen 2000 Jahre Kulturlandschaft. Bereits vor der Stadtgründung im 13. Jahrhundert befand sich im Bereich des heutigen Friedhofs eine frühmittelalterliche fränkische Siedlung. Im Spätmittelalter war Wörth eine Mainzer Landstadt unter der Lehnsherrschaft der Herren von Breuberg. Über die Herrschaft Löwenstein, das Haus Baden und das Großherzogtum Hessen kam es 1816 zum damaligen Königreich Bayern.
Kontaktdaten:
Stadt-Info
Hanauer Straße 1
Telefon: 06023 / 502112
E-Mail: info@alzenau.de
Web: www.alzenau.de

Angebote & Öffnungszeiten:
Führungen:
Informationen zum Führungs- und Veranstaltungsangebot erhalten Sie beim Schifffahrts- und Schiffbaumuseum Wörth. Dieses wird vom Verein zur Förderung des Schifffahrts- und Schiffbaumuseums e.V. betrieben und befindet sich in der ehemaligen St. Wolfgangkirche, Rathausstraße 72.
Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag 14–17 Uhr sowie nach Vereinbarung
Ansprechpartner: Herr Rudi Bauer
Tel.: 09372/72970 (außerhalb der Öffnungszeiten: 09372/98930)
Wegbeschreibung:
Wörth am Main ist von Norden (A3, Aschaffenburg, Darmstadt) wie von Süden (Miltenberg, Amorbach) über die B469 gut erreichbar. Ein Parkplatz, von dem man zu Fuß aufbrechen kann, liegt am nördlichen Rand der Altstadt direkt an der „Landstraße“, der alten Hauptstraße. Weitere Parkmöglichkeiten stehen am Bahnhof westlich der Altstadt zur Verfügung.
Gastronomie:
Die Stadt Wörth am Main bietet eine Vielzahl von Einkehrmöglichkeiten. Einen Überblick über das Angebot finden Sie auf der Website der Stadt Wörth am Main.
Stadtbefestigung Wörth – Geschichte & Archäologie
Die Altstadt ist geprägt von der mittelalterlichen Stadtbefestigung, vielen historischen Denkmälern und Fachwerkhäusern:
Der Tannenturm aus dem 15. Jahrhundert, auch unter der Bezeichnung „Hexenturm“ bekannt, bildet den nördlichen Abschluss der mainseitigen Stadtmauer, die inzwischen als auch zur Hochwasserschutzmauer ausgebaut wurde. Das Obere Tor bildete im Südwesten einen landseitigen Zugang zur Stadt und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts in Stein erbaut. Auch der Turm der St. Wolfgangskirche diente ursprünglich als Wehrturm der Stadtmauer, denn unter dem Fußboden konnte archäologisch ein Weg entlang der Stadtmauer freigelegt werden. Zudem hat der Kirchturm im ersten Stock noch wehrhafte Schießscharten. Die erste Erwähnung der Wolfgangskirche erfolgt im Jahr 1328 mit einem Marienpatrozinium, typisch für spätmittelalterliche Stadtgründungen. Im 15. Jahrhundert fanden größere Umbauten statt und das Patrozinium wechselte auf St. Wolfgang. Heute ist in der Kirche das Schifffahrtsmuseum untergebracht, welches den seit 1652 an der Wörther Mainlände belegten Schiffsbau dokumentiert.
Innerhalb der Stadtmauern befand sich ein kurmainzisches Schloss, das 1299 erstmals urkundlich erwähnt wird. Es war die Residenz der Familie von Kronberg. Seine letzte Glanzzeit erlebte es in den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts unter Philipp von Kronberg. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts verfiel das aufgegebene Schloss. Seine Reste sind weitgehend von einem Fabrikgelände überbaut. Nur noch ein Turm mit Renaissanceportal im Herzen des Firmenareals erinnert an die höfische Geschichte an diesem Platz.
Besonders sehenswert ist in der Altstadt das Bürgerhaus (früher Rathaus) aus dem Jahr 1600. Das Fachwerkgebäude besitzt ein Renaissanceportal. Im ersten Stockwerk des Gebäudes befindet sich der alte Sitzungssaal, der heute für verschiedene öffentliche Anlässe der Stadt und für standesamtliche Trauungen Verwendung findet. Im zweiten Stockwerk ist eine Sammlung von römischen Fundstücken aus dem Bereich des Wörther Römerkastells zu sehen.
Stadtbefestigung Wörth – Medien
Impressionen aus der Stadt:
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