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Burg Wertheim – Info

Die Wertheimer Burg ist eine der schönsten und größten Burgruinen Deutschlands. Zurecht gilt sie heute als das Wahrzeichen der Stadt Wertheim. Besonders beeindruckend ist die Aussicht über die Altstadt und die Flusslandschaften von Main und Tauber.
Die staufische Anlage wurde im 12. Jahrhundert oberhalb Wertheims als Sitz der Wertheimer Grafen auf einer Bergzunge errichtet und bis ins 17. Jahrhundert immer wieder erweitert und ausgebaut. Damit stellt Burg Wertheim baugeschichtlich ein anschauliches Beispiel für die Entwicklung einer Burg zur Feste dar. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde sie jedoch stark zerstört.
Aus dem Mittelalter stammen vom heutigen Bestand noch der 26 m hohe Bergfried, die Kemenate sowie der Palas mit den dreiteiligen Fensterreihen. Des Weiteren ist erkennbar, dass Burg und Stadtbefestigung durch Flügelmauern miteinander verbunden waren.
Nach Sanierungsarbeiten in den 1980er-Jahren kam die Burg 1995 in den Besitz der Stadt Wertheim und bietet nunmehr Raum für ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm. Zudem befindet sich ein Restaurant innerhalb der Burganlage. Es besteht ferner die Möglichkeit während der Saison ab April mit einem Burgbähnchen (GeckoBahn) von der Wertheimer Altstadt aus zur Ruine zu pendeln.

Kontaktdaten:

Stadtverwaltung Wertheim
Mühlenstraße 26
97877 Wertheim
Telefon: 09342 / 301 – 490
E-Mail: christian.schlager@wertheim.de

Toursit-Information Wertheim
Telefon: 09342 / 93509 – 0
E-Mail: info@tourismus-wertheim.de

Angebote & Öffnungszeiten:

Ab 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit ist die Burg zu besichtigen;
Führungen: April – Oktobber So. 14.30 Uhr (Treffpunkt: Stiftskirche, ohne Anmeldung) u. über Tourist-Info, Gruppenführungen; div. Veranstaltungen
Eintritt:
2€; Führung: 6€ p. P., Gruppen: 65€ (D), 74€ (Fremdspr., weitere auf Anfrage)

Wegbeschreibung:

WGS 84: 49.759083, 9.519160
Schlossgasse 11, 97877 Wertheim
www.burgwertheim.de
www.facebook.com/burgwertheimevents
www.tourismus-wertheim.de

Burg Wertheim – Geschichte & Archäologie

1180 Errichtung der Wertheimer Burg, mit Bergfried, Palas, Kemenate und erster Ringmauer (1180-1220).
1183 Eine Urkunde des Wertheimer Grafen Poppo I. spricht von einer gräflichen Burg (castrum).
1192 Eine Urkunde des Bischofs Heinrich von Würzburg erwähnt eine Burgsiedlung (suburbium Burg Wertheim); Baubeginn der Stadtbefestigungen.
1214 Eine Urkunde des Grafen Poppo II. wurde in „urbe Wertheim“ ausgefertigt (der Hauptort der Grafschaft hatte sich zur Stadt entwickelt).
1244 Man spricht bereits von einer „civitas“ (Stadt), einer Vereinigung der Bürgerschaft mit eigenem Recht.
1269 Erstmalige Erwähnung der Burgkapelle zu St. Pankratius (sie befand sich in dem 1230/40 westlich des Brunnens errichteten inneren Torturm).
1306 König Albrecht I. verleiht Wertheim das Stadtrecht (Frankfurter Recht).
1333 Erneute Verleihung des Stadtrechts, diesmal nach Gelnhäuser Recht, durch Ludwig den Bayern an den Grafen Rudolf III. für Wertheim und Freudenberg.
14. Jh. Um- und Ausbau der Burg durch die Grafen Eberhart (1355-1375) und Johann I. (1373-1407).
1407 In einer Urkunde wird erstmals über ein Ereignis in der Wertheimer Burg berichtet: Im Auftrag des Grafen Johann II. wurden unter Zeugen die Siegel des verstorbenen Grafen Johann I. zerschlagen. Dabei wird ein Raum beschrieben, der den Ausblick nach Eichel und auf den Haag-Weg gestattete (…ich saz an dem kleinen venster gein Eichel und gein Hage…).
15. Jh. Errichtung des Holderturms und Sicherung der Ostseite durch das Obere Bollwerk (Zitadelle) und die östliche, äußere Ringmauer. Errichtung des Weißen Turms zusammen mit der nord-westlichen und süd-westlichen äußeren Ringmauer (1. Hälfte 15. Jh.), Errichtung des Zehnringturms (2. Hälfte 15. Jh.).
16. Jh. Die Altane wird als Wehrgalerie errichtet.
1562 Graf Ludwig zu Stolberg-Königstein errichtet an den Gebäuden von Palas und Kemenate den achteckigen Treppenturm und lässt die alten Wohngebäude der Kernburg modernisieren.
1600 ff. Ludwig I. von Löwenstein-Wertheim errichtet den sogenannten Löwensteiner Bau.
1619 Zerstörung des Löwensteiner Baus durch eine Pulverexplosion.
1622 Wiederaufbau des Löwensteiner Baus (bis 1627).
1629 Erweiterungsumbau der Altane.
1634 Die Burg wird durch die Schweden besetzt und durch belagernde kaiserliche Truppen stark beschädigt.
1647 Erneute Besetzung durch die Schweden und Beschädigung durch Beschuss bayerischer Truppen.
1743/45 Zwischen den beiden mittelalterlichen Türmen des Eingangsbereiches wird das sogenannte Neue Archiv errichtet und auf die Türme werden nun die das Stadtbild prägende Welschen Hauben gesetzt.
1785 Anstelle einer Zugbrücke wird eine steinerne Eingangsbrücke errichtet.
Um 1816 ist die Burg in einen großen Englischen Landschaftspark, den sogenannten Birkenanlagen integriert worden. Dieser umfasst 50 ha und steht in Verbindung mit dem Eicheler Hofgarten.
Im 19. Jh. werden Burg und Stadt zunehmend Ziel von Reisenden. Darunter waren Maler wie Ludwig Richter, Theodor Verhas, der Reiseschriftsteller Ludwig Braunfels, der in seinem Buch „Die Mainufer“ Wertheimer Stiche von Fritz Bamberger zeigt und viele andere. Fürst Georg (1775 – 1855) schreibt selbst einen Reiseführer über Stadt und Grafschaft.
Anfang 1950 kam es zum Einsturz der südlichen Wand des Löwensteiner Baus.
Um 1980 brachen die Mauern im Bereich des Holderturms ein.
Ab 1982 wurde die Burgruine mit erheblicher Unterstützung des Landes Baden-Württemberg saniert. Seit 1995 ist sie im Besitz der Stadt Wertheim, die sie den Vorbesitzern, den ehemaligen Adelsgeschlechtern Löwenstein-Wertheim-Freudenberg und Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, abkaufte.
2015 erfolgte die Erweiterung der Küche, neue Lagerräume sowie barrierefreie Toiletten wurden geschaffen.

Burg Wertheim – Medien


Bearbeitung: pictown GmbH – watchmycity

Schulprojekt: Die eigene Burg Alzenau aus Holz

In unmittelbarer Nähe zur Burg liegt die Hahnenkamm-Schule zur Lernförderung. Dort finden regelmäßig Kurse statt, in welchen die Schüler*innen unter der Anleitung eines Zimmerermeisters Objekte aus Holz selbst anfertigen. So entstanden zum Beispiel in den letzten Jahren tolle selbstgemachte Weihnachtsdekorationen. Durch eine identitätsstiftende Aktion möchten wir hier exemplarisch die Kinder und Jugendlichen insbesondere für die „eigene Burganlage vor der Haustür“ und somit für die Regionalgeschichte sensibilisieren. Unter dem Motto „Wir bauen uns unsere eigene Burg“ soll im Rahmen eines solchen Holzwerkkurses die Schulgruppe die Burg Alzenau unter Anleitung nachbauen. Teil unseres LandKULTUR-Konzeptes ist es, neben einer beispielhaften Umsetzung eines solchen Projektes, auch die Visualisierung eines vereinfachten Bauplans einer Burg, der sich insbesondere zum eigenständigen Werken gut eignen soll.

Auf Grund der Corona-Pandemie findet die Umsetzung dieses Schulprojektes voraussichtlich während des Schuljahres 2020/2021 statt.

Das Faltblatt als Download
(PDF – 3MB)

Die Gesamtbroschüre als Download
(PDF – 15MB)

Die Infotafel als Download
(PDF – 1MB)