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Henneburg – Info

Die ausgedehnte Ruine der Henneburg, ursprünglich Burg Prozelten, am Südrand des Spessart auf einem Ausläufer des Kühlbergs liegt etwa 100 Meter über der rechtsmainischen Stadt Stadtprozelten. Die Westflanke der Burg wird von einem 70m tiefen Taleinschnitt geschützt, nach Norden ist die Anlage durch einen Halsgraben gesichert und nach Südosten fällt der Kühlberg steil zum Main hin ab. Direkt an der Henneburg, die zu den größten Burgruinen Bayerns zählt, führt der Maintalhöhenringweg vorbei.

Öffnungszeiten:

Januar 9.00 – 16.00 Uhr
Februar 08.30 – 16.30 Uhr
März 8.00 – 17.30 Uhr
April 8.00 – 19.00 Uhr
Mai 8.00 – 20.00 Uhr
Juni 8.00 – 20.00 Uhr
Juli 8.00 – 20.00 Uhr
August 8.00 – 19.30 Uhr
September 8.00 – 18.30 Uhr
Oktober 8.00 – 17.30 Uhr
November 8.00 – 16.00 Uhr
Dezember 8.00 – 16.00 Uhr

Die Öffnungszeiten der Henneburg-Schänke sind in den Sommermonaten (April bis Oktober) von Freitag bis Sonntag 11.00 – 18.00 Uhr.

Die Türme und der Wehrgang der Henneburg sind aus naturschutzrechtlichen Gründen von 15. Oktober bis einschließlich 31.März jeden Jahres geschlossen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Henneburg ist ganzjährig geöffnet und kostenfrei zugänglich. Bei Interesse an Führungen wenden Sie sich bitte an:

Kontaktdaten:

Kultur und Tourismus Stadt Stadtprozelten
Tel.: 09392-9847-222, E-Mail: info@stadtprozelten-tourismus.de

Angebote & Öffnungszeiten:

Gruppenführungen bis max. 25 Personen (buchbar über Stadt-Info); regelmäßige Veranstaltungen: „Burgfestspiele Alzenau“, „Fränkische Musiktage“ (www.fraenkische-musiktage.de); Bestandteil des Kulturwanderweges „Wein und Herrschaft“ der „Eu-ropäischen Kulturwanderwege“

Unterer Burghof: tagsüber allgemein zugänglich
Oberer Burghof: bei Veranstaltungen geöffnet
Palas: bei Veranstaltungen und Führungen geöffnet, individuell nach Anmeldung

Gruppenführungen bis 15 Personen 25 €, jede weitere Person (max. 25 Personen) 2 €

Wegbeschreibung:

Von der Ortsmitte Stadtprozeltens führt die Straße „Große Steig“ direkt zum Parkplatz an der Henneburg. Die Zufahrt ist allerdings sehr steil, deshalb empfiehlt es sich, auf dem Parkplatz am Main zu parken und über den Qualitätswanderweg „Spessartweg 2“ die Burg zu Fuß zu erklimmen. Vom Startpunkt des Wanderwegs an der Hauptstraße sind es ca. 200m bis zur Burg.

Gastronomie:

Die Henneburg-Schenke mir Biergarten ist an den Wochenenden bewirtschaftet. Bei schlechter Witterung bleibt die Gastronomie geschlossen.

Henneburg – Geschichte & Archäologie

Ein Graf Timo von Prozelten, der für 1127 und 1144 als Vogt des Kollegiatstifts Aschaffenburg belegt ist, war nach neuen Forschungen ein Angehöriger der Grafen von Henneberg, ein Sohn des Würzburger Hochstiftsvogtes und Burggrafen Gotebold II. von Henneberg. Damit ergibt sich in Verbindung mit weiteren Erkenntnissen, dass Timos Wohnsitzbezeichnung auf die Vorgängerin der als „Henneburg“ bekannten Burg über Stadtprozelten zu beziehen ist. Deren Ursprünge sind einem der beiden Henneberger zuzuschreiben.
Wie rekonstruiert werden konnte, kamen hennebergische Besitzungen am Untermain unter Kaiser Friedrich Barbarossa – wahrscheinlich ab 1156 – an die Reichsschenken von Schüpf (Oberschüpf bei Boxberg). Sie nannten sich in den 1180er Jahren nach der Klingenburg und dem nicht mehr existenten Ort Wallhausen (bei Miltenberg). Ihnen ist auch die Burg Kollenberg zuzurechnen, in deren ursprünglicher Bezeichnung Kolbenberg sich der vom Streitkolben, einer Hiebwaffe, abgeleitete Beiname Kolbo der Schüpf widerspiegelt.
Erhaltene romanische Bestandteile der Burg Prozelten/Henneburg, darunter der östliche Bergfried, gehen auf 1220/30 begonnene Baumaßnahmen der Reichsschenken von Klingenburg zurück. Urkundlich erwähnt wird die Burg erstmals 1253. In den folgenden Jahren wird Schenk Walther von Klingenburg als „Schenk von Prozelten“ bezeichnet. Er hatte demnach auf der Prozeltener Burg seinen Wohnsitz. 1274 waren die teilweise noch minderjährigen Nachkommen Walthers gezwungen, die Burg samt Zugehörungen an die Grafen von Wertheim und Edelherren von Hanau zu verkaufen. Das architektonische Erscheinungsbild der Burg des 13. Jahrhunderts ist infolge späterer Ausbaumaßnahmen kaum noch zu rekonstruieren.
Dem 1320 erfolgten Erwerb durch den Deutschen Orden folgte ein überraschend aufwändiger Ausbau der Burg, über dessen konkrete Zweckbestimmung bisher nichts bekannt ist. Es entstanden ein zweiter Bergfried, eine Schildmauer sowie zwei langgestreckte Palas- bzw. Wohnbaukomplexe. Hiervon ist der feldseitige Wohnbau noch gut erhalten. Im fortgeschrittenen 15. Jahrhundert wurde ein zusätzlicher Mauerring mit zahlreichen Türmen zur Verteidigung mit/gegen Feuerwaffen angelegt. Nachdem 1483 Prozelten auf dem Tauschwege an Kurmainz gefallen war, wurde seitens des Erzstiftes die Bausubstanz nur noch erhalten, jedoch nicht mehr erweitert. Im Laufe des 17. Jahrhunderts muss die Burg allmählich zur Ruine geworden sein. Seit dem 19. Jahrhundert bemüht sich der bayerische Staat um ihre Erhaltung.
Von der Burg der Reichsschenken sind außer dem Bergfried aus Buckelquadern, der im Inneren ungewöhnlicherweise wohnlich eingerichtet ist, nur ein verwittertes romanisches Fenster und das abgestufte Burgtor erhalten. Letzteres gleicht jenem der Burg Wildenberg. Die übrige Wohnbebauung entstand erst nach 1320 durch den Deutschen Orden. Die beiden Bergfriede sind begehbar. Besonders eindrucksvoll sind die äußeren Verteidigungsanlagen mit unterschiedlich geformten Schießscharten für Feuerwaffen. An der Feldseite existiert ein interessanter unterirdischer Wehrgang (begehbar) mit Schießscharten, der die dortigen Türme der äußeren Ringmauer miteinander verbindet. Die an die Burg anschließenden Flügelmauern der Stadtmauer sind heute kaum noch erkennbar.

Henneburg – Medien

Impressionen von der Henneburg:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Weitere eindrucksvolle Bilder zur Henneburg finden Sie unter:
https://spessart1.de/
(Fotos: Ulrich Prantl).

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Um den Panoramarundgang in einem Vollbild-Fenster zu öffnen, klicken Sie auf diesen Link.

Konzept zur Erlebnisgastronomie auf Burg Henneburg

Nach den Sanierungsmaßnahmen auf der Henneburg, die 2021 abgeschlossen sein werden, wird auch die Belebung der Burgschänke angestrebt. Im Zuge der LandKULTUR-Fördermaßnahme hat die Burglandschaft ein mögliches Konzept entworfen, dass die Burgschenke in einem historisch-mittelalterlichen Ambiente erstrahlen lassen kann. Es soll dabei ein ganzjähriges gastronomisches Angebot mit einem angeschlossenen Bogenparcours entstehen. Hierdurch kann eine touristische Aufwertung der Burganlage generiert werden. Es wird insbesondere auf ein möglichst authentisches mittelalterliches Ambiente geachtet. Geschirr und Dekoration basieren auf historischen Grundlagen, das Mobiliar soll nach mittelalterlichem Vorbild eigens angefertigt werden. Das Team der Burglandschaft steht projektbegleitend mit fachkundiger Beratung beiseite.

Das Konzept wird im Rahmen der Neueröffnung der Henneburg nach ihrer Sanierung umfassend der Öffentlichkeit präsentiert.

 

 

 

 

 

 

Speisen wie ein Ritter: Beispiel für eine mittelalterlich gedeckte Tafel. Tische und Bänke wie diese sind kostengünstig in einem einfachen Stecksystem aus Eichenholz gefertigt und überaus robust. Diese Art des Mobiliars ist authentisch mittelalterlich, einfach zu Handhaben und lässt sich beliebig erweitern oder kombinieren.

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Die Gesamtbroschüre als Download
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