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Burg Rieneck – Info

Inmitten des idyllischen Spessarts liegt oberhalb der Stadt Rieneck die imposante Burg Rieneck auf einem kleinen Hügel.Das sogenannte „castrum Rinecke“ wurde um 1150 durch Ludwig I., Graf von Loon und Rieneck, erbaut, um dessen Machtbereich gegen die Interessen der Hochstifte Mainz, Würzburg und Fulda zu sichern. Die Befestigungsmauern um den Burghof waren auf der gefährdeten Bergseite im Nordwesten durch den siebeneckigen „Dicken Turm“ besonders verstärkt. In seine bis zu 8 m starke Außenwand wurde sogar eine kleine Kapelle eingebaut — eine Besonderheit auf dem europäischen Festland! Zusätzlich gab es zu dieser Zeit weitere Gebäude in Fachwerkbauweise. Um 1200 wurde die Burg stärker befestigt sowie die romanische Hofkapelle und der achteckige „Dünne Turm“ erbaut, welcher anders als heute ursprünglich nur kleine Luken im Mauerwerk besaß. Nach dem Aussterben der Rienecker Grafen 1559 wurde die Burg nur noch sporadisch bewohnt, wodurch es zum steten Verfall kam. Im 19. Jahrhundert war die Anlage in Privatbesitz und wurde im Stil der Neogotik umfassend restauriert. 1929 kam es erneut zu massiven Umbaumaßnahmen, dabei erhielt beispielsweise der „Dünne Turm“ seine Fenster.
Heute befindet sich seit 1959 das Bundeszentrum des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) — vormals Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands — in der Burganlage.

Kontaktdaten:

Bildungs- und Erholungswerk
Telefon: 09354/ 902317
E-Mail: info@burg-rieneck.de
Web: www.burg-rieneck.de
Freundes- und Förderkreis
Burg Rieneck e.V.
E-mail: freundeskreis@burg-rieneck.de

Angebote & Öffnungszeiten:

ganzjährig frei zugänglich, Besichtigung von Turm u. Kapellen nach Anmeldung auf der Burg; durch den Beherbergungsbetrieb genutzte Räume sind nicht frei zugänglich
Führung von Burg und historischer Altstadt von Rieneck (Kontakt: Kultur- und Geschichtskreis Rieneck, Hr. Hans-Joachim Wirth, Hauptstrasse 76, Tel.: 0172 / 9385877)

Wegbeschreibung:

WGS 84: 50.094272, 9.646025
Schlossberg 1, 97794 Rieneck

 

Burg Rieneck – Geschichte & Archäologie

Die Geschichte der Burg Rieneck

Die Höhenburg diente den Grafen bis Ende des 13. Jahrhunderts als politisches und militärisches Zentrum im Spessart, zur Wahrnehmung ihrer Amtslehen, zur Entwicklung einer Grafschaft sowie zur Sicherung ihrer Allodialgüter und ihrer Interessen gegenüber den umliegenden Terri torien von Kurmainz, Hochstift Würzburg und Stift Fulda.
Unter militärischen Gesichtspunkten war der Standort gut gewählt, denn der kleine Hügel im Tal der Sinn musste dank natürlicher Hindernisse nur an einer Seite durch einen Wehrgraben zusätzlich geschützt werden. Die Burganlage des 12. Jahrhunderts bestand zunächst nur aus dem von Befestigungsmauern umgebenen Burghof, den innerhalb des Mauerringes gelegenen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden in Fachwerkbauweise sowie dem mächtigen siebeneckigen Bergfried, der sog. „Dicke Turm“, an seiner Westflanke. Mit Kochstelle, Waschbecken und einem „heimlichen Ort“, einer Toilette, war dieser für damalige Verhältnisse sehr bequem eingerichtet. Die mit einem eigenen Zugang ausgestattete dritte Etage beherbergte die Kemenate, sozusagen das Kaminzimmer. In die bis zu acht Meter starke Mauerwandung des Bergfrieds ist als besondere Sehenswürdigkeit die kleeblattförmige romanische Turmkapelle „St. Mariae“ einzigartig auf dem europäischen Festland. – eingelassen Im 13. Jahrhundert wurde die Burganlage stärker befestigt – und ausgebaut. Repräsentative Wohngebäude aus Stein und die romanische Hofkapelle im Burghof entstanden. Zur besseren Sicherung der Burg wurde der achteckige sog. „Dünne Turm“ mit nur wenigen, hochgelegen Zugängen errichtet.

Burg Rieneck – Medien

 
 
 
 
 
 

 


Bearbeitung: pictown GmbH – watchmycity

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