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Eine kurze Geschichte von Dorf und Burg „Sinna“

Burgsinn darf sicher als ein zentraler Ort im Sinngrund gelten. Die älteste bekannte Überlieferung des Ortsnamens ist die Bezeichnung „Sinna“, die vermutlich auf eine fränkische Ortsgründung hindeutet. Ein weiterer Hinweis auf die Besiedlung des Sinngrunds liefert eine Urkunde des Klosters Fulda aus dem Jahr 812. Hier wird eine Schenkung von Grundbeseitz bei Schaippach an das
Kloster festgehalten und in diesem Zug die Bezeichung „Sinnagau“ verwendet.

Es ist unklar, wie alt die Burg tatsächlich ist. Angebliche Erwähnungen aus dem 11. Jahrhundert können nicht eindeutig dem Ort und der Burg Burgsinn zugeordnet werden. Erst im Jahre 1303 ist erstmals von der Burg in Burgsinn die Rede, die sich im Besitz der Bischöfe von Würzburg befand und bald darauf als Lehen an die heute noch existierenden Freiherrn von Thüngen geriet. 1303 werden Gozo, Aplo und Hermannus de Sinna genannt, die in der Burg ihren Wohnsitz hatten. Die Hälfte der Burg mit den dazugehörigen Besitzungen hatten 1317 die Rienecker Grafen zu Lehen. Ein ab dem Jahre 1339 von Dietz von Thüngen ausgeführter Umbau erschuf den Kern des heutigen Baubestandes. Die Gebäude der ehemaligen Vorburg
sind heute nicht mehr vorhanden, sie lagen außerhalb des Wassergrabens.

Im Jahr 1337 verpfändete der Bischof von Würzburg alle Nutzungen und Gilten an Dietz von Tungden und verlieh ihm ein Jahr später die Feste Burgsinn nebst Zugehörungen als Burglehen. Er soll die heute noch stehende Burg im wesentlichen von 1339 bis 1342 erbaut haben. 1405 kaufte dessen Sohn Wilhelm von Thüngen den Besitz. Balthasar und Sigmund von Thüngen trugen das freieigene Schloß Burgsinn Brandenburg als Lehen auf und befindet sich seitdem im Besitz der Andreasischen Linie des Thüngenschen Geschlechtes. Die heutigen Eigentümer von Thüngen haben ihren Wohnsitz in Frankreich, so dass die Burg nicht mehr bewohnt ist.