Wenn Steine erzählen …
auf Spurensuche mit Kindern zur Geschichte Kleinwallstadts
Das Alte Schloss (Seite 10/11 im Kinderführer)
Das Alte Schloss ist eigentlich eine Burg aus dem Mittelalter. Sie wurde vor über 800 Jahren erbaut und existierte vielleicht nur etwa 30 Jahre. Von der einst stattlichen Burg sehen wir heute nur noch einige Mauerreste auf dem Burghügel östlich von Kleinwallstadt.
Die Bildstöcke (Seite 12/13 im Kinderführer)
In der Flur um Kleinwallstadt gibt es zahlreiche Bildstöcke und Gedenksteine. Sie wurden häufig im 18. Jahrhundert errichtet und sind steinerne Denkmale. Meist wurden sie als Zeichen christlicher Dankbarkeit angefertigt, wenn ein Unheil abgewendet werden konnte.
Weinbergsterrassen (Seite 14/15 im Kinderführer)
Der Weinbau geht in Kleinwallstadt bis in das Mittelalter zurück. 1318 belohnt der Erzbischof Peter Aspelt einen Bürger Konrad mit dem Weinberg „zu Klein-Walhestad”. Um 1700 war Kleinwallstadt wohl der zweitgrößte Weinort am Untermain. Ab 1956 musste der Weinbau größtenteils wieder aufgegeben werden.
Die Pfarrkirche (Seite 16/17 im Kinderführer)
Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul gehört zu den ältesten Bauwerken Kleinwallstadts. Dabei war es zunächst ein kleines Kirchlein. Der heutige Turm, wenn auch nicht ganz so hoch, gehört in den ersten Kirchenbau des 12. Jahrhunderts. Zuletzt wurde die Kirche 1965 erweitert.
Das Templerhaus (Seite 18/19 im Kinderführer)
Es gehört zu den ältesten Steinhäusern unserer Region — das Templerhaus. Der Name ist interessant, denn es gibt keine schriftlichen Hinweise auf den Ritterorden der „Templer” in Kleinwallstadt und Umgebung. Allein die benachbarte Ölbergkapelle, deren Name auf den Tempelberg in Jerusalem deutet, gibt einen Hinweis auf die Tempelritter.
Das Alte Rathaus (Seite 20/21 im Kinderführer)
Das Alte Rathaus wurde im Renaissancestil im Jahre 1773 erbaut. Im Obergeschoss befand sich die Verwaltung, während im Erdgeschoss die Feuerwehr mit einem Spritzenwagen untergebracht war. Heute finden hier Eheschließungen und Ausstellungen statt.
Die Ortsmauer (Seite 22/23 im Kinderführer)
Um Kleinwallstadt herum führte eine Ortsmauer mit einer vorgelagerten Zwingermauer, mit einem Graben und mit Türmen. Heute noch sind die Schießscharten in der Mauer zu sehen. Einlass gab es nur am Unteren, Mittleren und Oberen Tor.
Die Zehntscheune (Seite 24/25 im Kinderführer)
In der Zehntscheune im ehemaligen Adelshof der Grafen von Ingelheim musste die Ortsbevölkerung dem Landesherren die Steuern entrichten. Es war der zehnte Teil dessen, was sie in der Landwirtschaft oder im Handwerk erwirtschafteten. Daher kommt der Name „Zehntscheune”. 2011 wurden die Sanierungen zu einem attraktiven Veranstaltungsort abgeschlossen.
Die Wappensteine (Seite 26/27 im Kinderführer)
Im Mittelalter begann der Adel damit, sich Wappen mit typischen Symbolen und Farben zu geben. In Kleinwallstadt sind viele dieser Wappensteine verbaut, meist aber nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz. Auch der Inschriftenstein des Alten Schlosses ist seit mehr als 100 Jahren verschwunden.
