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Nachbericht und Evaluierungsergebnisse 

Ziel des Projekts war es, das gemeinsame europäische Erleben der Kulturdenkmäler in Carlow/Irland und Breuberg/Deutschland in ihrer facettenreichen Geschichte sichtbar zu machen. Es wurden Wege aufgezeigt, wie die europäische Perspektive auf diese Monumente mit neuen, faszinierenden Facetten beleuchtet und gleichzeitig die kulturpädagogische Arbeit nachhaltig bereichert werden kann. Die konkreten Ergebnisse und Errungenschaften können wie folgt zusammengefasst werden:
Der interkulturelle Austausch zwischen irischen und deutschen Schülerinnen und Schülern, der sich um die Erkundung der Burgen von Carlow in Irland und der Burg Breuberg in Deutschland drehte, war ein herausragendes Merkmal dieses Projekts. Die kreativen, praxisorientierten Projekte trugen wesentlich zum Gesamterlebnis beider Gruppen bei. Diese Projekte sind unter anderem die Erstellung von Podcasts über die Burgen von Carlow, in denen historische Fakten auf anschauliche Weise vermittelt werden. Außerdem wurden digitale 3D-Rekonstruktionen von Burgen mit Minecraft entwickelt, um den Schülerinnen und Schülern ein Bild von ihrem historischen Aussehen zu vermitteln. Darüber hinaus wurden physische Kartonmodelle der Burgen in Carlow gebaut, die später im Carlow Castle Museum und in der Georg-Ackermann-Schule in Breuberg ausgestellt wurden. Der Einsatz von VR-Headsets auf der Burg Breuberg war ein weiteres Highlight, um die mittelalterliche Anlage und Geschichte auf immersive Weise zu erkunden. Diese Idee wurde schließlich auch in Carlow umgesetzt und man verfügt nun auch über VR-Anwendungen mit einer digitalen Nachbildung des Carlow Castle. Die Aktivitäten zum Thema Mittelalter, wie das Anprobieren authentischer Gewandung, das Ausprobieren von Waffenrepliken (z. B. stumpfe Schwerter und Schilde) und das Mitverfolgen einer Miniatur-Katapultvorführung auf der Henneburg war eine herausragende Erfahrung für die Jugendlichen. Grundsätzlich kann man sagen, dass der kulturelle Austausch weit über das Thema Geschichte hinausging – die Schülerinnen und Schüler verglichen das Schulleben, die Esskultur (z. B. Bratwurst, Schnitzel, Spezi) oder den Lebensstil allgemein. Ohne dieses Projekt wäre es nicht möglich gewesen, eine Verbindung zu den verschiedenen Arbeitsgruppen zu entwickeln. Darauf möchten wir in Zukunft aufbauen. Die Schülerinnen und Schüler haben lebenslange Freundschaften geschlossen. Einige der von den Arbeitsgruppen entwickelten Ressourcen wurden dem Museum in Carlow zur Verfügung gestellt, sodass es von der technologischen Seite dieses Projekts profitieren kann. Die Partnerorganisationen St. Leo’s College und die Burglandschaft haben mit ihren Projektmitarbeitern*innen persönlich von dem Projekt profitiert, darüber hinaus haben die Projektpartner als Institution sehr viel Wissen und Erfahrung gesammelt. Man lernte den jeweiligen Projektpartner mit den verantwortlich handelnden Personen kennen und erhielt Einblicke in die jeweilige Organisationsstruktur des Projektpartners. Besonders wichtig waren jedoch die Erfahrungen im Bereich der gemeinsamen Projektdurchführung. Die Planung und Koordination über die beiden Projektmanagements wie auch die Arbeiten der Geschichtsforscher AG’s erwiesen sich als sehr geeignet. Die Arbeitsabläufe wurden zunächst erprobt, haben sich in der weiteren Projektdurchführung bis hin zur Erstellung des Ergebnisberichtes etabliert und eingespielt. Die Einblicke in die organisatorischen, technischen und methodischen Möglichkeiten des jeweiligen Projektpartners waren beeindruckend und man lernte, die Stärken des jeweiligen Projektpartners zu nutzen und in das Projekt einzubringen. Grundsätzlich kann man zusammenfassend berichten, dass mit den digitalen Rekonstruktionen, Podcasts, haptischen Modellen, virtuellen Burgentouren usw. sehr beeindruckende vorzeigbare Ergebnisse entstanden sind. Das vielleicht noch bedeutendere Ergebnis liegt im Erfahrungsgewinn und Lernprozess bei den beteiligten Jugendlichen und Partnerorganisationen. Die gemeinsam in den verschiedenen Aktionen, vor allem bei den Delegationsbesuchen und beim Tandem-Burgfest gewonnenen Eindrücke und Erlebnis waren, und sind über den Umsetzungszeitraum hinaus für alle beteiligten Personen nachhaltig prägend! Die Eindrücke waren ausnahmslos positiv, so dass wir übereinstimmend zum Ergebnis gekommen sind: Wir möchten in dieser Kleinen Partnerschaft weitermachen und noch viele gemeinsame Momente und Aktivitäten um unsere Burgen und Schlösser erleben !

Der Ergebnisbericht steht hier als PDF zum Download bereit.

Der Ergebnisbericht steht als interaktiver Blätterkatalog zur Verfügung. Klicken Sie auf das folgende Titelbild: