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Wasserschloss Dallau


Der heutige Ort Elztal liegt am südöstlichen Rand des Odenwaldes im unteren Tal der Elz. Die baulichen Überreste der ehemaligen Wasserburg Dallau befinden sich heute direkt im Zentrum des historischen Ortskerns, nördlich der Dorfstraße, direkt neben der Elzbrücke und gelten inzwischen als ein markantes Wahrzeichen.

Die erste schriftliche Erwähnung einer Siedlung „Dalaheim“ ist im Lorscher Codex aus dem Jahr 772 zu finden. An gleicher Stelle wurde um 1300 eine erste Burganlage, eine Turmburg, errichtet, wohl um eine Furt oder Brücke über die Elz zu kontrollieren. 1336 wurde diese Burg in Urkunden als „Veste Talheim“ mit den Herren von Heinriet als Besitzer genannt. Ob es sich bei diesen auch um die Erbauer handelt, ist allerdings nicht ganz klar. Aus dieser Bauphase stammen noch ein Turm, der sich heute im Keller befindet, sowie vermutlich auch der Turm an der Ostseite. 1356 wurde die Burg vom Erzbischof von Mainz als Bestrafung für Raubrittertum der Burgherren zerstört. Nach dem Tod von Erzbischof Gerlach 1371 kam die Burg wieder in den Besitz der von Heinriet und wurde wiederaufgebaut. Hierbei wurde das langrechteckige Gebäude errichtet sowie ein großer Anbau. Allerdings wurde diese Burg unbekannterweise Ende des 14. Jahrhunderts teilweise wieder zerstört. 1416 wurde die Ruine vom Deutschen Orden aufgekauft und 1438 begann der Neuaufbau, als übrigens letzte Burganlage im Odenwald. Um die ganze Anlage legten die Besitzer einen mit Wasser gefüllten Graben an. Im Wesentlichen ist der Baubestand auch heute noch heute erkennbar. Die Burg wurde von den Männern des Deutschen Ordens aber nur selten bewohnt und 1668 wurde sie dann an die Kurpfalz abgegeben und im Laufe des 18. Jahrhunderts aufgegeben.

Die Gemeinde Elztal erwarb die Anlage im Jahr 1974 und 12 Jahre später erfolgte eine Aufnahme in das Denkmal-Nutzungsprogramm. Durch unter anderem diese Förderung war es möglich diese eindrucksvolle, mittelalterliche Burg zu Sanieren und zu Erhalten. Die Renovierungszeit betrug über vier Jahre, im Juli 1995 wurde das Schloss dann eingeweiht und dient seitdem einer kulturellen Nutzung.

Gemeinde Elztal
Hauptstraße 8,
74834 Elztal

Tel.: 06261/8903-0, E-Mail:
www.elztal.de

Angebote & Öffnungszeiten:

Gruppenführungen bis max. 25 Personen (buchbar über Stadt-Info); regelmäßige Veranstaltungen: „Burgfestspiele Alzenau“, „Fränkische Musiktage“ (www.fraenkische-musiktage.de); Bestandteil des Kulturwanderweges „Wein und Herrschaft“ der „Eu-ropäischen Kulturwanderwege“

Unterer Burghof: tagsüber allgemein zugänglich
Oberer Burghof: bei Veranstaltungen geöffnet
Palas: bei Veranstaltungen und Führungen geöffnet, individuell nach Anmeldung

Gruppenführungen bis 15 Personen 25 €, jede weitere Person (max. 25 Personen) 2 €

Wegbeschreibung:

WGS 84: 49.386268, 9.190712
Wasserschloss Dallau, Dorfstraße 5A, 74834 Elztal

Burg Alzenau – Medien

Schulprojekt: Die eigene Burg Alzenau aus Holz

In unmittelbarer Nähe zur Burg liegt die Hahnenkamm-Schule zur Lernförderung. Dort finden regelmäßig Kurse statt, in welchen die Schüler*innen unter der Anleitung eines Zimmerermeisters Objekte aus Holz selbst anfertigen. So entstanden zum Beispiel in den letzten Jahren tolle selbstgemachte Weihnachtsdekorationen. Durch eine identitätsstiftende Aktion möchten wir hier exemplarisch die Kinder und Jugendlichen insbesondere für die „eigene Burganlage vor der Haustür“ und somit für die Regionalgeschichte sensibilisieren. Unter dem Motto „Wir bauen uns unsere eigene Burg“ soll im Rahmen eines solchen Holzwerkkurses die Schulgruppe die Burg Alzenau unter Anleitung nachbauen. Teil unseres LandKULTUR-Konzeptes ist es, neben einer beispielhaften Umsetzung eines solchen Projektes, auch die Visualisierung eines vereinfachten Bauplans einer Burg, der sich insbesondere zum eigenständigen Werken gut eignen soll.

Auf Grund der Corona-Pandemie findet die Umsetzung dieses Schulprojektes voraussichtlich während des Schuljahres 2020/2021 statt.

Das Faltblatt als Download
(PDF – 3MB)

Die Gesamtbroschüre als Download
(PDF – 15MB)

Die Infotafel als Download
(PDF – 1MB)