Mengeburg Mönchberg – Info

1130 zurückzudatieren. Eine urkundliche Ersterwähnung ist 1150 mit der Benennung eines Wichnand de Mangeburnen (Wignand von Mönchberg) gegeben. Er war der erste belegbare Burgherr der Mengeburg. Die frühe Burg hatte vermutlich die Funktion einer Raststation und eines Herbergortes an der Kreuzung mehrer Altstraßen. Es ist von einer engen Beziehung Wichnands zum Stauferkönig Konrad III. (1138-1152) auszugehen. Dieser nutzte die Mengeburg als staufischen Stützpunkt im Untermaingebiet, das ansonsten von den Erzbischöfen zu Mainz und den Grafen von Henneberg dominiert wurde.
Die Mengeburg verlor unter Kaiser Friedrich I., genannt „Barbarossa“, offenbar an Bedeutung, da Wichnand um 1160 von Mönchberg wegzog. Im 13. Jahrhundert wurde die Burganlage zerstört und bis auf ein „Slosslin“ (Schlösschen) bzw. ein steinernes Haus nicht mehr aufgebaut. Dieses wurde ab dem 14. Jahrhundert von den Herren von Aulenbach bis zu ihrem Aussterben 1635 als Wohnsitz genutzt. Es folgten verschiedene Lehensherren, wie zum Beispiel Philipp von Pappenheim. 1788 erwarb die Gemeinde das steinerne Haus, bevor es 1806 wieder in Privathand gelangte. Das letzte erhaltene Bauwerk der Burg wurde noch als Scheune genutzt und erst im Jahr 1968 abgebrochen. Die Palas der Burg stand an der Stelle des Gasthauses „Mengeburg“, die Kapelle an der Stelle der heutigen Pfarrkirche. Eine virtuelle Rekonstruktion macht die Mengeburg wieder sichtbar.
Kontaktdaten:
Kultur- und Geschichtsverein
Mönchberg-Schmachtenberg e.V.,
Am Senger 23, 63933 Mönchberg
E-Mail: wm.schaefer@t-online.de
Markt Mönchberg,
Hauptstraße 44, 63933 Mönchberg
Telefon: 0 93 74 – 97 99 60
E-Mail: info@moenchberg.de

Angebote & Öffnungszeiten:
Die Mengeburg ist nicht mehr erhalten. Eine Informationstafel im Kirchhof der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer informiert über die frühere Burganlage.
Wegbeschreibung:
Die Mengeburg ist über die St2441 Eschau – Röllbach (Großheubach) zu erreichen. Von Collenberg kommend nutzt man die Mil2, die über die Eselshöhe nach Mönchberg führt. Im öffentlichen Personennahverkehr ist Mönchberg über die Buslinie 61 Elsenfeld – Mönchberg angebunden.
WGS 84: 49.79224, 9.26701
Burg Alzenau – Geschichte & Archäologie
Die Burg Alzenau gilt als eines der schönsten profanen Bauwerke der Spätgotik in Franken. Sie wurde um 1399 durch die Mainzer Erzbischöfe erbaut und liegt auf einem Hügel oberhalb des Alzenauer Stadtzentrums. In einer Urkunde von 1399 wird neben dem Bau der Burg auch der Name Alzenau erstmals erwähnt. Den Mainzer Bischöfen diente die Burg lange Zeit als Amts- und Verwaltungssitz. Die ovalförmige Burganlage unterteilt sich in einen großen Vorhof („Unterer Burghof“) und eine Innere Burg („Oberer Burghof“). Der von massiven Mauern umgebene Vorhof umfasst den sogenannten Wirtschaftshof, wo sich die Gebäude des Amtsgerichts befinden. Über einen steilen Anstieg gelangt man in die Kernburg, welche verstärkte Mauerzüge aufweist. Dort sind ein innerer Burghof und ein Palas anzutreffen. Letzteren betritt man durch ein Spitzbogentor im östlichen Bereich des Burghofes. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Saal. Über eine schmale Wendeltreppe gelangt man in den repräsentativen Rittersaal im Obergeschoss, welcher als besonders anschauliches Beispiel eines spätgotischen Burgsaales gilt. Ein besonderes Kleinod aus spätgotischer Zeit bildet der Kapellenerker am Rittersaal im Herrenhaus. Heute ist der Palas Veranstaltungsort eines lebendigen Kulturangebotes, wobei die Fränkischen Musiktage und die Burgfestspiele überregionale Bekanntheit genießen. Im einstigen Gefängnis befindet sich eine moderne Kinolounge mit Cafébar.
Mengeburg Mönchberg – Medien
Schulprojekt: Die eigene Burg Alzenau aus Holz
In unmittelbarer Nähe zur Burg liegt die Hahnenkamm-Schule zur Lernförderung. Dort finden regelmäßig Kurse statt, in welchen die Schüler*innen unter der Anleitung eines Zimmerermeisters Objekte aus Holz selbst anfertigen. So entstanden zum Beispiel in den letzten Jahren tolle selbstgemachte Weihnachtsdekorationen. Durch eine identitätsstiftende Aktion möchten wir hier exemplarisch die Kinder und Jugendlichen insbesondere für die „eigene Burganlage vor der Haustür“ und somit für die Regionalgeschichte sensibilisieren. Unter dem Motto „Wir bauen uns unsere eigene Burg“ soll im Rahmen eines solchen Holzwerkkurses die Schulgruppe die Burg Alzenau unter Anleitung nachbauen. Teil unseres LandKULTUR-Konzeptes ist es, neben einer beispielhaften Umsetzung eines solchen Projektes, auch die Visualisierung eines vereinfachten Bauplans einer Burg, der sich insbesondere zum eigenständigen Werken gut eignen soll.
Auf Grund der Corona-Pandemie findet die Umsetzung dieses Schulprojektes voraussichtlich während des Schuljahres 2020/2021 statt.







