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(c)Steinmetz

Die Laurentiuskirche in Bieber, heute als „Obere Kirche“ bekannt, entstand im 12. Jahrhundert vermutlich als romanische Wehr- bzw. Saalkirche mit eingezogenem Chorturm. Sie zählt zu den ältesten Bauwerken des Ortes und wurde erstmals 1339 urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert, zu Zeiten der Reformation, wurde sie lutherisch – ein Sonderstatus in der vormals reformierten Grafschaft Hanau, wodurch Bieber lutherisch blieb. Im Dreißigjährigen Krieg (1636) wurde die Kirche durch Brand nahezu vollständig zerstört, Chorturm und Sakristei überstanden. Bereits 1660 wurde sie wieder aufgebaut, mit verbreitertem Schiff; auch das barocke Altartriptychon stammt aus dieser Zeit. 1756 errichtete man südlich einen Querschiff-Anbau nach Plänen von Jacob Sigismund Waitz von Eschen, Fenster und Portale erhielten barocke Formen – die Kanzel stammt ebenfalls aus dieser Periode. Bemalte Emporen folgten 1797. Nach der Hanauer Union von 1818, dem Zusammenschluss von Lutheranern und Reformierten, wurde die Laurentiuskirche zunächst weiterhin genutzt; ab 1966 verlor sie ihre Rolle als Hauptkirche zugunsten der „Unteren Kirche“ und wurde zur Friedhofskirche. Heute dient sie vor allem für Gottesdienste bei besonderen Anlässen, Konzerte, Ausstellungen und Trauungen. Seit 2006 engagiert sich der Förderkreis Laurentia für die Instandhaltung der Kirche. Mit Fördermitteln wurden viele Bauelemente und das spätmittelalterliche Altarretabel umfassend saniert. 2023 wurde das mittelalterliche Taufbecken und 2025 der historische Grabstein des Pfarrers Heinrich Wolf (gestorben 1623) in die Kirche zurückgeholt.

Kontaktdaten:

Förderkreis Laurentia

Erster Vorsitzender Herr Klaus Mayer
Telefon Mobil: 0151 – 207 15 216
Zweiter Vorsitzender Herr Gerhard Stark
Telefon Mobil: 0175 – 504 46 95
burgverwaltung@schloss-alsbach.org

Adresse der Geschäftsstelle:
Zum Schloss, 64665 Alsbach-Hähnlein
www.schloss-alsbach.org

Angebote & Öffnungszeiten:

Der verdienstvolle Förderverein Schloss Alsbach hat die Ruine in der jüngeren Vergangenheit reanimiert und führt regelmäßig interessante Veranstaltungen innerhalb ihrer Mauern durch, die der o.a. Homepage des Fördervereines zu entnehmen sind.

Der Förderverein vermochte es, Aspekte früheren Burglebens innerhalb der Ruine wieder anschaulich zu machen, die alleine schon einen Besuch dieser Burg lohnend machen.

Gastronomie:

Die Burgruine verfügt über eine einzigartige Burgschänke mit saisonalem Angebot, die Donnerstag bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr, Samstag und Sonntag sogar von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist.

www.burgschaenkeaufschlossalsbach.de

Wegbeschreibung:

Die Zufahrt zur Burgruine ist, beginnend in der Alsbacher Ortsmitte bzw. Durchgangsstraße ausgeschildert und führt durch ein schmales Tälchen zum ausgedehnten Parkplatz direkt unterhalb der Burg. Von dort erfolgt der Zutritt zur Vorburg und weiter zur Kernburg. Die Burgruine ist momentan täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

Zum Schloss, 64665 Alsbach-Hähnlein