Die Bacheburg im Tal der MümlingMit den unscheinbaren Mauerresten der „Bacheburg” im Tal der Mümling trifft man zwischen Mömlingen und dem Obernburger Stadtteil Eisenbach auf ein höchst interessantes Zeugnis niederadeliger Lebensweise im Spätmittelalter.
Kurz nach 1400 wurde die kleine, einst von einem Wassergraben umgebene Niederungsburg von den Brüdern Jorg und Helfrich Bach errichtet. Diese dem Ritteradel angehörende Familie war schon lange im Besitz des rund 150 m entfernten Neustädter Hofs sowie weiterer Ländereien und Güter in der Region. Zum Aussehen der heute nur noch mit wenigen Mauerstümpfen erhaltenen Burg geben glücklicherweise einige Schriftquellen Hinweise. Im Kern der nahezu quadratischen Anlage befand sich ein „Steinernes Haus”, das zumindest über einen hohen gemauerten Sockel verfügte, in den obersten Geschossen aber wahrscheinlich in Fachwerk ausgeführt war. Dieses umgab eine Ringmauer mit aufsitzendem hölzernem Wehrgang.
Wenige Jahre nach Baubeginn mussten die Bach-Brüder ihre Burg je zur Hälfte den Grafen von Wertheim (1404) und dem Mainzer Erzstift (1405) zu Lehen auftragen. Bereits 1440 ließ Erzbischof Dietrich von Erbach die Bacheburg belagern und zerstören, weil die Söhne des Jorg Bach von hier aus Fehden gegen das Aschaffenburger Stift geführt und unter seinem Geleitschutz stehende Reisende angegriffen, sich also als sogenannte Raubritter betätigt hatten.

 

Anfahrtsskizze zur Bacheburg

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Angebote & Öffnungszeiten:

Die Bacheburg ist nur außerhalb der landwirtschaftlichen Nutzungsphase zugänglich und liegt direkt am 3-Länder-Radweg

Wegbeschreibung:

WGS 84: 49.84117, 9.09368
63785 Obernburg-Eisenbach